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Im Göttinger Modell der Gruppenpsychotherapie wird der sozialen, interaktiven Dimension von therapeutischen Gruppen, dem Kontext “Gruppe” und damit dem Zusammenhang von unbewußten seelischen Prozessen und seelischen Verhältnissen des Einzelnen und Verständigung zwischen Mehreren in besonderem Maße Rechnung getragen. Bei der Anwendung der Psychoanalyse in Gruppen nach dem Göttinger Modell werden psychoanalytische Erkenntnisse und Erfahrungen individueller und kollektiver unbewußter Prozesse mit sozialpsychologischen Erkenntnissen und Erfahrungen sozialer und interpersoneller Prozesse zusammengeführt. Die gruppenpsychotherapeutischen Verfahren des Göttinger Modells, die unsere Arbeitsgemeinschaft vermittelt, werden zwar vor allem im klinischen Bereich angewendet und haben sich in der stationären, teilstationären und ambulanten Behandlung von Patientinnen und Patienten seit vielen Jahren bewährt; die ihnen zugrundeliegenden gruppenanalytischen Theorien und Methoden haben darüberhinaus aber auch in Beratung, Didaktik und Seelsorge, in Teamsupervision und Institutions- und Organisationsberatung Eingang gefunden. |