Arbeitsgemeinschaft für die Anwendung der Psychoanalyse in Gruppen e.V.  
     
 
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Psychoanalytisch-interaktionelle (tiefenpsychologisch fundierte) Gruppenpsychotherapie

Die psychoanalytisch-interaktionelle Methode wurde für Patientinnen und Patienten mit sogenannten strukturellen Störungen entwickelt wie narzißtische und Borderline-Persönlichkeitsstörungen, präpsychotische Störungen, manche psychosomatischen Erkrankungen sowie Abhängigkeits- und Suchterkrankungen. Sie kann vielfach auch bei Kranken mit dissozialem und delinquentem Verhalten eingesetzt werden. Das therapeutische Vorgehen konzentriert sich hier auf normative Regulierungen in der Gruppe und auf die Inszenierung von Übertragungen, in denen sich die strukturelle Psychopathologie direkt abbildet. Psychopathologie und vorbewußte Gruppenprozesse werden zwar psychoanalytisch gesehen und verstanden, die therapeutischen Interventionen sind jedoch am Prinzip emotional authentischen Antwortens orientiert.

Die Weiterbildung in diesem Verfahren eignet sich für Psychoanalytiker, ärztliche und psychologische Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Diplompädagogen, Sonderpädagogen u.a., die in einem therapeutischen Praxisfeld tätig sind, z.B. in der Abhängigkeits- und Suchtkrankentherapie, in psychiatrischen Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen oder in der Betreuung von Strafgefangenen.

Im nichttherapeutischen Bereich kann dieses Verfahren vor allem dazu verhelfen, interpersonelle Beziehungen genauer wahrzunehmen, zu verstehen und damit umzugehen. Das Verfahren ist ebenfalls tiefenpsychologisch fundiert im Sinne der Kassenrichtlinien.